DokuLive und Schulbesuchstag am Hilda

Aus diesem Grund hatten wir in der letzten Woche zwei interessante Veranstaltungen für die Oberstufenkurse und die 10. Klassen. Am Dienstag, 05.11.2019 besuchte uns der Politikwissenschaftler Ingo Espenschied mit seinem selbst entworfenen Format „DokuLive“. Dabei verbindet er einen lebendigen Live-Kommentar mit unterschiedlichen Medien, die er auf mobile Kinoleinwände projiziert: historische Fotos, Animationen, Karikaturen, Zeitzeugeninterviews, originale Wochenschauberichte. Der Vortrag zum Thema „Deutsche Einheit und Mauerfall“ zog die Schülerinnen und Schüler in ihren Bann und es wurde deutlich, welches großartige historische Ereignis der Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschland darstellt.

Dank dem Engagement  von Herrn Oliver Hoffmann des Informationszentrums der Stadt Koblenz, „Europe direct“ , und der Finanzierung durch die Europäische Kommission, Regionalvertretung Bonn, konnte dieser spannende Vortrag an unserer Schule gezeigt werden.

 

Am Freitag, 08.11.2019 besuchten uns die Landtagsabgeordneten Frau Katharina Binz (B90/Die Grünen), Frau Dr. Köbberling (SPD) und Herr Paul (AfD)

Seit 2003 besuchen rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete  am 9. November Schulen und weitere Bildungseinrichtungen, was bundesweit einmalig ist.

Im Vorfeld des Besuchs standen vor allem die Vorwürfe gegen Herrn Paul im Raum, der vor 8 Jahren einen Aufsatz für eine NPD-nahe Zeitung geschrieben haben soll. Insofern war auch das Medieninteresse besonders groß und der SWR berichtete über den Besuch auch in der Landesschau aktuell und auf SWR 1. Die Schulleitung entschied trotz dieser Vorwürfe, den Besuch nicht abzusagen, auch im Sinne der Demokratie. Zwar wurden zu Beginn die Vorwürfe thematisiert, letztlich konnte aber nach ca. 20 Minuten auf die Sachthemen, die die Schüler im Vorfeld vorbreitet hatten, eingegangen werden. So wurden Fragen zum Syrien-Konflikt, zur Konversionstherapie, aber auch zu Fridays for Future gestellt, insbesondere, weil Herr Paul sich in diesem Zusammenhang mehrfach abwertend über Jugendliche geäußert hatte. Auch das Thema „Wählen ab 16“ brannte den Schülerinnen und Schülern unter den Nägeln. Dass hierbei klare Haltungen auf Seiten der Schülerschaft vorhanden sind, zeigte sich nicht nur in der Vielzahl der Wortmeldungen, sondern auch nach der Veranstaltung, welche viele Anschlussdiskussionen im und außerhalb des Unterrichts ermöglicht hat. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass zwar die knapp 90 Minuten zu kurz waren, um alle Themen ausreichend und unter Beteiligung aller Anwesenden zu besprechen, allerdings bei den SchülerInnen das politische Interesse gestärkt wurde und weitere Diskussionsrunden wünschenswert sind.

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