Mode – nachhaltig und fair?!

Daher konnten alle zu Beginn beim Kleidungsthermometer angeben, wie sehr sie sich auskennen zu meinen scheinen und auf der Positionslinie entscheiden, wie wichtig oder unwichtig Kleidung jedem/r ist.

Außerdem wurde schnell sichtbar, wer Kleidung schonmal Second Hand oder Vintage gekauft hat und wonach Kleidung normalerweise ausgewählt wird: viele achten auf Qualität, Trends, Marke, Preis, Gefallen und Passform sowie Verträglichkeit. Eigentlich niemand hat zuvor darauf geachtet, wo die Kleidung hergestellt wurde.

Genau dies nahm Frau Mulder zum Anlass, dass die Schülerinnen und Schüler in ihre Kleidungsstücke schauen sollten und einmal an einer Weltkarte anschaulich machen sollten, in welchem Land ihre Kleidung hergestellt ist. Viele Schülerinnen und Schüler waren doch sehr erstaunt und erfuhren zu aller Verwunderung auch noch, dass „Made in“ ausschließlich nur angibt, in welchem Land der letzte Arbeitsschritt vollzogen wurde.

Frau Mulder klärte dann auch über die Gegebenheiten in den meist asiatischen Ländern bei der Textilproduktion für Europa auf: Minderjährige arbeiten und wohnen in Fabriken unter auch gewalttätigen Bedingungen und für einen geringen Lohn bei hohen Arbeitszeiten und niedrigem Arbeitsschutz.

In Kleingruppen erarbeiteten sich dann die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung unterschiedlicher Akteure in der textilen Lieferkette und präsentierten ihre Erkenntnisse.

So konnten sie schließlich diskutieren, welche Veränderungen sie wollen und wer dafür die Verantwortung trägt, dass sich etwas ändert. Beispielsweise ist der Flohmarkt der SV bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Danke an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung dieses Demokratietages.

Text und Fotos: Andrea Hartung-Hemminger

Zurück